RF: Pressemitteilung
In der jüngsten Fraktionssitzung der Willicher Grünen haben Vertreter der Elternschaft der Schiefbahner Hubertusschule überzeugend für ihr Anliegen einer zweiten Eingangsklasse ab dem kommenden Schuljahr geworben. Nach Erläuterung der zu erwartenden Anmeldezahlen steht für die Fraktion rechtlich, politisch und pädagogisch völlig außer Frage, dass eine weitere 1. Klasse zu Schuljahresbeginn 2014/15 dort einzurichten ist. Die Bedingung, dass die maximale Klassenfrequenzbreite von 29 Kindern pro 1. Klasse überschritten wird, erfüllt die Hubertusschule aller Voraussicht nach. Von den bisher angemeldeten Kindern haben zudem acht ein Handicap – ein Umstand, der formal allerdings keine besondere Rolle spielt. Ebenso wenig wie das Problem von späteren freiwilligen Wiederholern und Schüleranmeldungen. Die letztendliche Entscheidung und Personalzuweisung obliegt nach erfolgreichem Ratsbeschluss dem Schulrat des Kreises Viersen.
 
Folgerichtig wird BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN am 18.12. im Rat für eine Änderung der Schulentwickungsplanung in der Primarstufe im o.g. Sinn stimmen und nicht der Beschlussempfehlung des Schulausschusses folgen. Darüber hinaus wird die Fraktion eine Bestandsgarantie für die Hubertusschule im Rahmen des mittelfristigen Prognosezeitraums bis einschließlich des Schuljahres 2018/19 beantragen. Das Credo lautet: Vertrauen und Planungssicherheit gegenüber allen Eltern vermitteln! Auch sollte nach Ansicht der Grünen überdacht werden, ob die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans in seinen Teilplänen zukünftig nicht in kleinerer Runde unter Einbeziehung der Betroffenen vorbesprochen wird, bevor der Schulausschuss entscheidet, um eine negative Imagedynamik wie im Fall der Hubertusschule hernach zu verhindern.
 
Im Gespräch mit den Elternvertretern der Hubertusschule wurde allen Beteiligten schnell klar, dass die jährlich wiederkehrende Debatte um die Eigenständigkeit in den letzten Wochen dazu geführt hat – im Sinne einer gerüchtebedingten selbsterfüllende Prophezeiung -, dass die Anmeldesituation sich verschlechterte. „Niemand schickt sein Kind auf eine vermeintlich sterbende Schule“, lautete dazu ein Kommentar der anwesenden Eltern. „Um die kontraproduktive Diskussionsspirale zu durchbrechen – gerade auch im Hinblick auf die Attraktivität einer größeren Grundschule für Schulleitungspersonal – wünschen wir uns eine Bestandsgarantie für die Hubertusschule, damit Kinder, Eltern und Lehrer dort einmal eine längere Zeit beruhigter arbeiten können“, gibt Merlin Praetor, stellvertretendes Mitglied im Schulausschuss, die Meinung der Grünen wieder. Ratsfrau Anne Specht: „Ich bin mir sicher und hoffe, dass wir bis zum 18.12. fixe Zahlen haben werden, die dann dazu führen, dass die Verwaltung und die anderen Fraktionen sich unserer Forderung nicht verschließen werden.“