RF: Anfrage für den nächsten Haupt- und Finanzausschuss
Am Dienstag den 13. Mai habe ich zusammen mit Herrn Halangk die Sportanlage des Fußballvereines SV Niersia 1919 Neersen e.V. aufgesucht. Unser erster Eindruck war, dass es hier an der notwendigen Pflege mangelt. Insbesondere der erst drei Jahre alte Kunstrasenplatz weist Schäden auf. Der Kunstrasenplatz besteht aus drei Meter breiten Bahnen. Sämtliche Nähte treten als Erhebung, die man sehen und fühlen kann, hervor. Vor drei Jahren, als ich an der Einweihung teilgenommen hatte, war hier noch eine ebene Fläche in der Qualität eines gut gepflegten Echtrasenplatzes. Jetzt zeigt der Kunstrasenplatz an den Nahtstellen mehrere Risse von 1 m Längen, 5 cm Breite und Tiefe.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet daher die Verwaltung zu prüfen ob die Schäden durch mangelnde Pflege verursacht sind oder gegebenenfalls der Hersteller in Regress genommen werden kann. Ferner bitten wir um Beantwortung der Frage, in wie weit das Pflegepersonal für Kunstrasenplätze geschult wird, wie oft und welche Pflege stattfindet. Besteht ein Pflegevertrag mit einem Fachbetrieb
für die jährlich notwendige Grundpflege? Da die Fragen den Erhalt städtischen Vermögens betreffen schlage ich eine Beantwortung im Haupt- und Finanzausschuss vor. Die Zweifel an der Pflege begründen sich darin, dass das Pflegegerät für den Kunstrasen mehrere Wochen einen Platten hatte, der inzwischen repariert ist. Die Aussage der Fachverwaltung, dass dieses Rad nicht benötigt wird, halte ich für befremdlich, da es sich um ein Gerät handelt, das mit Eisenzinken den Rasen aufbürstet. Die Räder dienen der Einhaltung des richtigen Abstands, damit das Trägergewebe des Kunstrasens nicht beschädigt wird.
Im weitere Verlauf der Ortsbegehung wurden wir auf die Pflegerückstände aufmerksam gemacht. Als nicht abschließende Aufzählung sind hier
zu nennen: verrostete Heizkörper in den Duschräumen, ein laufendes WC, eine offene Deckenverkleidung nach einer Reparatur, ein Schlauchwagen
mit zwei platten Reifen, ein Garagentor, das sich nicht schließen lässt und die Pflege des Außengeländes.
Ich rege eine regelmäßige Ortsbegehung durch Mitarbeiter des Sportamts an, bei der zusammen mit dem Verein ein Mängelprotokoll erstellt wird. Mit preiswerten Maßnahmen wie dem Streichen der Heizkörper ließe sich viel erreichen.
Des weiteren weise ich auf Kommunikationsprobleme zwischen dem Verein und der Verwaltung hin. Beispiel: Der Kollege im Sportamt verweist
auf den Kollegen im Grünflächen Amt, der darauf hinweist, dass der Kollege im Sportamt den Auftrag geben muss. Ein zentraler Ansprechpartner im Sportamt der alle Verwaltungsinternas regelt, damit die Ehrenamtler nicht durch das Zuständigkeitswirrwarr der Verwaltung zerrieben werden könnte zu mehr Kundenzufriedenheit bei den Vereinen führen.
Als letztes Problem möchte ich die Grünfläche neben dem Kunstrasenplatz nennen. Da der Stahlmattenzaun neben dem Kunstrasenplatz nicht sonderlich hoch ist gelangt der Ball des Öfteren ins Seitenaus, das voll mit Brennnesseln und Dornensträuchern ist. Das ist zwar ökologisch, jedoch zuweilen recht schmerzhaft für die Spieler die den Ball holen müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Elmar Haldenwang