Symbolbild Climate Change (Foto: Bob Blob)

Mit Enttäuschung haben Fraktion und Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf die Ablehnung von Anträgen junger BürgerInnen reagiert, den Klimanotstand auszurufen. „Auch wenn es nur eine symbolische Geste gewesen wäre und keine juristische Folgewirkung entfaltet hätte, hätten wir es wie Tönisvorst oder Münster machen sollen. Hier vor Ort den Klimanotstand zusammen mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie der Global Nachhaltigen Kommune in den Vordergrund schieben sollen“, erläutert Sina Kingen, Mitglied im Umweltausschuss. Kingen: „Warum kann man nicht das eine machen, ohne das andere zu lassen: Also Global Nachhaltige Kommune beschließen und Klimanotstand für Willich ausrufen. Es hätte der Stadt zusätzlich gut zu Gesicht gestanden und die Ernsthaftigkeit unterstrichen“.

Die GRÜNEN wünschen jetzt, dass Verwaltung und Rat sich dennoch als Teil einer globalen Allianz von Städten begreifen, die öffentlich nachvollziehbar, konsequent und konkret handeln, um jeweils einen eigenen lokalen Beitrag zur Einhaltung des Zwei-Grad-Ziels der Pariser Klimaschutzvereinbarung beizusteuern. Zur Umsetzung und Wirkung der Maßnahmen der Global Nachhaltigen Kommune  möchte die Fraktion, dass die Spitzen von Verwaltung und Rat gemeinsam der breiten Öffentlichkeit jetzt mitteilen, wie die Ziele der Anträge zur Ausrufung des Klimanotstands nun im Rahmen der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt werden. Obmann der Fraktion im Umweltausschuss Hagen Becker: „Die Verwaltungsspitze sollte jetzt das Top-Thema, das die Menschen – wie bei den Europawahlen sichtbar – bewegt, aufgreifen und aktiv für Veränderungen eintreten, indem er klar kommuniziert, dass Willich z.B. bis 2030 klimaneutral sein will.“

Neben den beiden Stimmen der GRÜNEN Mitglieder wurden die Bürgeranträge lediglich von einem weiteren Ausschussmitglied unterstützt. Sie wurden somit genauso mehrheitlich abgelehnt, wie zuvor ein Antrag zur Kompromisslösung der Fraktion. Das Votum auf Basis der Global Nachhaltigen Kommune zu agieren bleibt weiterhin bestehen.