Überarbeitung Spielraumkonzept

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Willich beantragt zur Beratung und Beschlussfassung:

1. Das Spielraumkonzept aus 2012 wird fortgeschrieben bzw. überarbeitet.

2. Es wird seitens der Verwaltung geprüft, ob Wasserspielanlagen in den Ortsteilen Schiefbahn und Anrath eingerichtet werden können sowie eine Kostenkalkulation vorgelegt.

3. Die Verwaltung legt für den Haushalt 2019 eine bedarfsgerechte Planung vor, die sowohl Investitionsstau als auch unterlassene Unterhaltungsmaßnahmen der letzten Jahre darstellt. Der konsumtive Haushaltsansatz für Spielplatzangelegenheiten in den Produkten 602/1301 wird dabei um bis zu 10% aufgestockt und der fehlende Rest in die mittelfristige Finanzplanung übernommen. Der investive Ansatz, um Ersatzbeschaffungen umgehend vorzunehmen zu können, wird entsprechend angepasst.

Begründung:

Das Konzept aus 2008 wurde zuletzt 2012 aktualisiert. Eine regelmäßige Aktualisierung alle vier bis sechs Jahre ist sowohl inhaltlich als auch haushaltstechnisch sinnvoll und notwendig, um Vorplanungen, Erhebungen und weitere Arbeiten 2019 ff. bedarfsgerecht erledigen zu können.

Aus den Erläuterungen auf Seite 224/225 zum Haushaltsplan 2018, im Produkt 602, wird deutlich, dass Handlungsbedarf besteht: „Um im Rahmen der Ausgabeermächtigung zu bleiben, müssen Prioritäten beim Anschaffungsbedarf gesetzt werden, Anschaffungen möglicherweise ins nächste Haushaltsjahr verschoben und Spielgeräte weit über die Nutzungsdauer in Gebrauch gehalten werden.“ Hier wird zu Lasten des Bestandes gespart, was in Zukunft zu zusätzlichen Mehrausgaben führen kann, die durch ein Gegensteuern im Haushaltsjahr 2019 vermieden werden können.

Zudem lässt die Attraktivität der Spielplätze im Vergleich zu anderen Städten und Gemeinden sichtbar nach. Dabei stellen Spielplätze einen wichtigen Raum der kindlichen sozialen Interaktion dar und wirken bewegungs- und somit auch gesundheitsfördernd. Daneben gibt es seit der letzten Erhebung neue Spielplätze auf Stadtgebiet, 2018 soll beispielsweise der Spielplatz an der Karl-Lange-Straße in Anrath fertig gestellt werden.

Eine Möglichkeit effizienter vorzugehen wäre, weiterhin nach dem Prinzip der dezentralen Konzentration zu planen und dort wo im Einzelfall sinnvoll Kleinstspielplätze aufzugeben und im Sozialraum größere und abwechslungsreichere Anlagen für verschiedene Kinderjahre zu realisieren. Ebenso müsste aber der Bevölkerungsaustausch der nächsten Jahre in manchen Quartieren in die Überlegungen und Konkretisierungen einbezogen werden. Verbindungen zum Parkentwicklungskonzept sind mit zu bedenken. Etwaige Nachnutzungen nach Aufgabe von Spielplätzen sollten ökologischen Standards folgen.

Der Antrag erfolgt auf Anregung von Julia Praetor.