Motiv: Schule. Foto+Gestaltung: Till Matthis Maessen

Die Willicher Ratsfraktion der GRÜNEN spricht sich für die Einstellung ausreichender Mittel in den städtischen Haushalt zur Absicherung der Schulsozialarbeit über das Jahr 2017 hinaus aus. Zur Zeit ist noch unklar, ob und gegebenfalls in welcher Höhe die neue Landesregierung Mittel für die Schulsozialarbeit über das Jahr 2017 den Kommunen zur Verfügung stellt.

„Schulsozialarbeit ist unverzichtbarer Bestandteil schulischen Arbeitens. Nur ein vielfältiger Ansatz in unseren Schulen kann komplexe Probleme lösen und Chancen Einzelner erhöhen. Schon jetzt sollte den dreieinhalb betroffenen Fachkräften der Schulsozialarbeit, den Schulen und den Eltern mit ihren Kindern klar vermittelt werden, dass die Stadt Willich zumindest am bewährten Umfang festhält,“ erläutert Fraktionsvorsitzender Dr. Raimund Berg.

Von den 4,5 über die Stadt laufenden Stellen ist eine über den Personaletat als städtische Mitarbeiterin unbefristet abgesichert, die anderen 3,5 werden über Sachmittelausgaben durch den AWO-Kreisverband gestellt und in den Schulen städtischer Trägerschaft eingesetzt. Die Befristungen laufen Ende 2017 aus. Es ist dringender Handlungsbedarf gegeben, ansonsten werden sich die gefragten Fachkräfte andere Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. Die GRÜNEN fordern nun die Verstetigung der Sachmittelbereitstellung und Aufnahme von Geldern in die mittelfristige Haushaltsplanung bis 2022 – unabhängig von der Refinanzierungshöhe durch das Land. Zugleich muss so schnell wie möglich in Vertragsverhandlungen mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eingestiegen werden.

„Schulsozialarbeit arbeitet mittelfristig, daher brauchen die Beschäftigten Planungssicherheit, die auch gut für alle anderen Beteiligten ist. Alle Schulleiter und Schulleiterinnen bejahen Schulsozialarbeit ausnahmslos. Der gesellschaftliche Mehrwehrt ist hoch. Wir favorisieren zudem eine Aktualisierung des Schulsozialarbeitskonzepts in Willich, und der derzeitige Stellenschlüssel bei uns von etwa einer Fachkraft Schulsozialarbeit je tausend Schülerinnen und Schülern als Mindeststandard darf nicht unterschritten werden! Wir gehen dementsprechend auch in die Haushaltsberatungen. Und glasklar ist: Frau Gebauer als zuständige Landesministerin und die neue Landesregierung sind hier in der Pflicht, einer auskömmlichen Finanzierung der Kommunen in diesem Bereich nachzukommen und sich endlich zu erklären, wie sie es mit der Schulsozialarbeit halten, anstatt ständig unausgereifte Ideen zur Schulpolitik herumzufunken und viele Betroffene kirre zu machen,“ so Merlin Praetor, Vorsitzender des Schulausschusses.