Medienentwicklungskonzept Schulen

Foto: Till Matthis Maessen

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Willich beantragt, dass die Verwaltung zur Beratung und Beschlussfassung ein integriertes Medienentwicklungskonzept als Weiterentwicklung ihrer bisherigen Arbeit für die Schulen vorlegt. Die Stadt Willich als Schulträger skizziert in einem solchen regelmäßig in Abständen von etwa zwei Jahren Planungsschritte der medialen Ausstattung der Schulen, reflektiert vergangene Arbeitsschritte und berichtet über ihre Tätigkeit. Auf Basis einer stadtweiten Bedarfsermittlung im Zuge der Konzepterstellung sind Fördermöglichkeiten von der planerischen Medienarbeit bis hin zu Beschaffung und Einsatz durch das Landesprogramm „Gute Schule 2020“ für die Haushaltsjahre ab 2017 zu prüfen.

Begründung:
Den Rahmen für das gebündelte, gesamtstädtische Konzept bilden die Medienkonzepte/Medienpässe und die Arbeit der Medien-/IT-Beauftragten der einzelnen Schulen, der Schulentwicklungsplan und die jährlichen Investitionsgespräche als Beratungs- und Koordinierungssitzungen der Schulen mit der Verwaltung. Diese Gespräche können als Ausgangsbasis dienen, eine Ankopplung des Medienentwicklungskonzeptes an den Schulenwicklungsplan wäre zu prüfen. Es sollen aus der „Vogelperspektive“ und auf kooperative Art und Weise die Ressourcenverteilung optimiert werden, Neuerungen schneller den Weg in die Schulen finden, ingesamt Bedarfe der Schulen besser gedeckt werden können, damit ein allseitiger Mehrwert entsteht. Diese Form der Standardisierung darf zudem kreative Einzelfalllösungen nicht behindern, im Gegenteil, sie soll frühzeitiger und entschiedener als bisher ebensolche auch ermöglichen. Durch wiederholte Überarbeitung und Weiterentwicklung auf standardisierter Berichtsbasis könnten in der Folge Synergien erzielt werden.

Foto: Till Matthis Maessen

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Dabei sind analoge und digitale Medien, (Lern-)Soft- und Hardewareprodukte einzubeziehen (z.B. Präsentationstechnik, mobile Lösungen). Auch über die digitale Infrastruktur und Leitungskapazitäten in den Schulen soll berichtet werden (stationär, WLAN inkl. „Bring Your Own Device“-Ansatz). Zudem können in Kontakt zu anderen Institutionen, wie dem Medienzentrum des Kreises Viersen, Planung und Ausführung des Konzeptes angegangen werden.

Durch das Landesprogramm „Gute Schule 2020“, welches bau- und IT-bezogen fördert, werden in den kommenden vier Jahren jeweils 500 Millionen Euro bereitgestellt. Die Stadt Willich ist gut beraten, durch geeignete konzeptionelle Vorarbeiten in der Folge zügig Mittel für die Jahre ab 2017 abrufen zu können.

Der Antrag geht auf Anregung von Merlin Praetor zurück.