Spielplatz

Spielplatz

Die Ratsfraktion der Willicher GRÜNEN sieht die Spielplatz-Kritik der Anrather Eltern, die sich jüngst zusammengeschlossen hatten, vor allem als Informationsproblem. „Seit dem Beschluss im Jugendhilfeausschuss zum Spielraumkonzept in 2019 ist zwar einiges geschehen, genügend Geld haben wir auch bereitgestellt, allerdings hapert es wohl an der Kommunikation darüber, was die Stadt vorhat“, erklärt Dr. Sabrina Keil, zuständige Obfrau der Fraktion im Fachausschuss.

Nach Kenntnis der Fraktion wurden die hohen jährlichen Mittel vor dem Hintergrund der engen Haushaltslage nahezu vollständig verausgabt. Das sehr differenzierte Konzept, das eine objektive räumliche Abdeckung gewährleisten soll, funktioniert weitgehend. Keil: „An einzelnen Stellen muss wohl noch nachgebessert werden. Dazu ist der Einwohnerantrag ein sinnvoller Weg, die Angelegenheit einer sachlichen Prüfung zu unterziehen. Der Fokus auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen je Quartier und hier auf die Gruppe der kleineren Kinder ist richtig. Im Großen und Ganzen gibt es – zusammen mit den Schulhöfen – genügend Spiel- und Bolzplätze sowie Skatemöglichkeiten in der Stadt Willich. Wir nehmen die Sichtweise der Eltern für die kommende Konzeption der Neersener Spielflächen aber als zusätzlichen Impuls auf.“

Das parteiübergreifende Prinzip lautet dabei: Große, gut ausgestattete Spielplätze mit hoher Frequenz fördern; kleine, teure Einheiten, die oft wenig attraktiv sind, auslaufen lassen. Das bedingt ein Mehr an Wegstrecke. Zudem sind in den letzten beiden Jahren in Anrath an der Steinstraße eine Röhrenrutsche und am Mertensweg ein Wasserspielplatz entstanden. Und noch mehr, z.B. am Standort „An der Eschert“ – zum Teil auch für kleine Kinder, was ein Hauptkritikpunkt der Eltern war.

Verbessern könnte sich nach Ansicht der GRÜNEN zudem der Umsetzungsprozess der politischen Beschlüsse. „Hier hätte die Reihenfolge geändert werden können. Warum der Spielplatz im Theodor-Heuss-Park als zentraler Ort mit hoher Frequenz immer noch vor sich hingammelt, ist ein Rätsel. Auf die Umgestaltung des Parks zu warten, ist keine Lösung, dann sind die Kinder von heute selber Eltern“, fasst die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Julia Praetor die Sicht der Fraktion zusammen. Ratsmitglied Merlin Praetor ergänzt: „Für uns gilt die Devise: Hoher Standard für alle bei der Grundversorgung durch die bestehenden Spiel-, Bolz- und Skateflächen. Nachrangig sind ‚Leuchttürme‘ für Bruchteile der Bevölkerung, die knappe Gelder aus der Fläche abziehen, wie die im Hauruckverfahren von CDU und SPD beschlossene Bike-Anlage.“

Auch als Pressemitteilung versendet an: Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung, Willich Erleben, Willicher Extra-Tipp