Foto: Till Matthis Maessen

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Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Willich begrüßt den Vorschlag der Verwaltung zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum für Asylsuchende, der später in Sozialwohnungen umgewandelt wird und wünscht sich gleichzeitig mehr Akzeptanz für das rechtlich und ethisch Gebotene innerhalb der Willicher Stadtteile. „Die Fraktion hat sich in der letzten Sitzung nochmals intensiv mit dem Thema der Unterbringung der Asylbewerberinnen und -bewerber sowie der Aufgabe der Integration beschäftigt und hält die Fortschreibung des dezentralen Unterbringungskonzeptes für sinnvoll“, so Fraktionsvorsitzender Dr. Raimund Berg. Dabei stehen für die GRÜNEN Hilfe zur Selbsthilfe und menschenwürdige Unterbringung im Zentrum des aktuellen Handlungsbedarfs. Durch die an die jeweilige Bestandbebauung angepasste Planung kann in den Ortsteilen Schiefbahn und Neersen noch in 2016 eine nachhaltige und ökonomische Wohnbebauung geschaffen werden. „Zugleich werde langfristig der städtische Bestand an Sozialwohnungen und Wohnungen für junge oder kinderreiche Familien erweitert“, erläutert Planungsausschuss-Obmann Christian Winterbach.

 

Foto: Till Matthis Maessen

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Insgesamt stellen die Pläne zusammen mit den temporären Unterkünften an der Moltkestraße in Alt-Willich eine vernünftige Verteilung auf alle Ortsteile sicher. Zudem kann durch die Baumaßnahmen vermieden werden, dass es zu einer längerfristigen Einschränkung der Hallennutzungsmöglichkeiten kommt, sodass aus Sicht der GRÜNEN Art und Umfang sowie Standorte der Bebauung unterstützt werden. Hierbei sind Kriterien wie eine gute Anbindung zu öffentlichen Einrichtungen sowie die Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten für Güter des täglichen Bedarfs wichtig. Bei der Umsetzung sollen allerdings auch die Nachbarschaften eingebunden und Anregungen Ernst genommen werden.

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Die GRÜNEN freuen sich über die gute Form der Unterstützung an den bisherigen Asylbewerberunterkünften, sei es die langjährige Arbeit des Arbeitskreis Fremde oder die spontane Nachbarschaftshilfe an der Niershalle. „Neben allen politischen Fragen dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir über Menschen diskutieren und diese teils unvorstellbare Geschehnisse erleben mussten“, merkt Sozialausschussmitglied Manuel Paas an.

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Die Integration stellt zudem eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe dar. „Für eine erfolgreiche Integration müssen zum einen in Schulen und Kindergärten entsprechende Maßnahmen initiiert werden“, so der Schulausschussvorsitzende Merlin Praetor. „Letztendlich läuft die Integration aber durch ein gemeinsames Zusammenleben, zu dem alle einen Anteil beitragen müssen“, schließt Dr.Raimund Berg.