Grüne Willich

Pressemitteilung


Die GRÜNEN im Rat der Stadt Willich nehmen die jüngsten Einlassungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden
Herrn Schrömbges zur Denkmalschutzdebatte mit Verwunderung zur Kenntnis. „Anstatt dem
demokratischen Mehrheitsvotum von Planungsausschuss und Rat mit den Stimmen von GRÜNEN, SPD,
FDP und FÜR WILLICH sowie der Expertise der zuständigen Fachbehörden Respekt zu zollen, soll die
persönliche Ansicht einzelner Lokalpolitiker die Stadtentwicklung in Willich erschweren. Manche Ecke in
unserer Stadt wartet dringend auf privates Engagement, das auch einen Mehrwert für die Gemeinschaft
schafft – und es ist nicht jede 30 Jahre leerstehende Schrottimmobilie erhaltenswert“, erklärt Christian
Winterbach, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN. Eine Denkmalschutzsatzung im Zentrum von Alt-Willich
braucht es nach Ansicht der Fraktion nicht, da die zuständige Untere Denkmalschutzbehörde und der
Landschaftsverband Rheinland (LVR) bei denkmalrelevanten Vorhaben die Belange von Amts wegen im
Blick hätten. Ratsmitglied Paul Muschiol erläutert weiter: „Einzelhandel, Gastronomie und Kultur
benötigen im Zentrum eine Stärkung durch Entwicklung nach vorne – mit Stärkung der Wohnfunktion
und Gebäuden, die die Anforderungen des 21. Jahrhunderts erfüllen. Bautätigkeit benötigt eine
pragmatische Abwägung mit Augenmaß in jedem Einzelfall und im Einklang mit Denkmalschutzfragen,
welcher durch die Untere Denkmalschutzbehörde und den LVR schon jetzt gegeben ist.“
Zudem stimmte die CDU in der Vergangenheit mit Bürgermeister Pakusch als damaliger Vorsitzender des
Planungsausschusses dem städtebaulichen Siegerentwurf im Wettbewerbsverfahren einhellig zu, wie
auch dem darauf aufbauenden späteren Bebauungsplan der in Rede stehenden Ecke
Kreuzstraße/Brauereistraße. „Die aktuellen Forderungen stehen im Widerspruch zu den bisherigen
Ansichten. Wenn der Denkmalschutz Herrn Schrömbges so wichtig ist, warum wird er dann z.B. bei den
Katharinenhöfen in 400 Metern Entfernung als nachrangig angesehen und zur Seite gewischt?“, fragt sich
abschließend Ratsherr Manuel Zach.
„Sollte die CDU den Verdacht haben, dass es erhaltenswerte Gebäude in Willich gibt, die bisher noch
nicht unter Denkmalschutz stehen, kann sie dies von den zuständigen Fachbehörden prüfen lassen. Das
wäre dann zielgerichteter als ein Denkmalschutz im Gießkannenprinzip“, schlägt Winterbach der CDU vor.