GRÜNE Haushaltsanträge: Kunst im öffentlichen Raum

Beispielbild Park (Foto: Will Paterson)

Beispielbild Park (Foto: Will Paterson)

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt

  1. Die Verwaltung zu beauftragen ein Konzept zu „Kunst im öffentlichen Raum“ zu erarbeiten
  2. Die Verwaltung zu beauftragen eine unabhängige Kommission für öffentliche Kunst zu institutionalisieren
  3. Haushaltsmittel bereit zu stellen, so dass regelmäßig alle drei Jahre Kunstwerke für den öffentlichen Raum im Wert von bis zu 60.000
    Euro angeschafft werden können – erstmals im Jahr 2022
  4. Der Haushaltsansatz für die Sicherung, Reinigung und Instandhaltung öffentlicher Kunst ist korrespondierend mit dem Aufwuchs öffentlicher Kunstobjekte jährlich anzupassen.

Begründung:
Kunst im öffentlichen Raum trägt in besonderer Weise dazu bei, das Stadtbild positiv zu prägen und trägt maßgeblich zur Steigerung der Ästhetik von Plätzen, Grünanlagen und Straßen eines Ortes bei. Kunst im öffentlichen Raum wertet das kulturelle Leben einer Stadt auf und steigert somit Aufenthalts- und Lebensqualität. Sie schafft darüber hinaus Anlässe zum Austausch und bietet Raum und Gelegenheit für einen spielerischen Umgang mit Kunst.
Kurzum: Kunst im öffentlichen Raum ist ein herausragender Bestandteil von Stadtkultur. In den Jahren notwendiger Haushaltseinsparungen musste die Weiterentwicklung von Kunst im öffentlichen Raum in Willich nahezu aufgegeben werden. In diesem Zustand sollte Willich im Sinne einer positiven Stadtentwicklung nicht verharren, zumal Kunst im öffentlichen Raum auch für eine touristische Stadtwerbung oder auch als Wegbereiter für eine kreative Stadterkundung genutzt werden kann.
Das Konzept sollte umfassend die Themenkomplexe zur Kommission, zu
Neuanschaffungen und zum Bestand von öffentlichen Kunstobjekten thematisieren. Neuanschaffungen und auch die Auswahl von Aufstellungsorten sollten durch eine noch zu konstituierende Kunstkommission entschieden werden, die als unabhängiges Sachverständigen-Gremium die Stadt bei der Steigerung der bildungskünstlerischen Qualität der Stadtgestaltung sowie bei der fachkompetent gesteuerten Einbindung von Projekten und Werken der Bildenden Kunst in den öffentlichen Raum berät und unterstützt.
Die für Neuanschaffungen notwendigen Haushaltsmittel sollen im Rahmen mittelfristiger Finanzplanung alle drei Jahre zur Verfügung gestellt werden. Dementsprechend soll erstmals im Jahr 2022 ein Haushaltsansatz von 60.000,00 Euro zur Verfügung stehen. Der Mittelansatz für Sicherung, Reinigung und Instandhaltung muss entsprechende Anpassungen erfahren, um den Vermögenswert der Stadt zu erhalten.