RF: Pressemitteilung
Einstimmig hat sich die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Willich auf ihrer Fraktionstagung dafür ausgesprochen, an allen notwendigen Stellen für den Erhalt des Katharinen-Hospitals über Mitte 2014 hinaus zu werben. „Mit stadtweiter Geschlossenheit zwischen Zivilgesellschaft, Parteien und Verwaltung könnte klar gemacht werden, dass Willich die Schließung nicht einfach so hinnimmt“, sagt Hans-Ulrich Rohs, Alt-Willicher und Obmann der Grünen im Sport- und Kulturausschuss. „Möglicherweise ändern die Augustinus-Kliniken noch ihre Meinung, zumindest was einzelne medizinische Abteilungen in Willich betrifft“, so Rohs weiter. Die Grünen möchten u.a. die Weiterführung des Dialysezentrums sichergestellt wissen, das auf dem Gelände des Katharinen-Hospitals liegt, auch wenn es nicht von den Augustinern selbst betrieben wird.

Sollte ein Erhalt des Hospitals – auch in Teilen – scheitern, fordert die Fraktion von den St.-Augustinus-Kliniken die Rückübertragung an die St.-Katharina-Kirchengemeinde zu denselben Bedingungen, die 2007 gegolten haben. Hagen Becker, grünes Ratsmitglied: „Das Krankenhaus ist der medizinische Ankerpunkt in Alt-Willich, es muss bleiben! Am besten durch Erhalt, ansonsten durch Rückübertragung. Die Qualität der zentralörtlichen Ausstattung und der Grundversorgung würde sonst sinken. Welche Auswirkung hätte die Schließung auf die ortsansässigen, auch neuen, Ärzte, die z.B. Belegbetten dort haben? Die haben sich wie Satelliten drumherum angesiedelt, und jetzt soll die Infrastruktur auseinanderbrechen, die für viele Ärzte auch mit Grund war, sich im Kern niederzulassen. Diese Punkte müssen nun ohne Parteiengezänk erörtert werden.“

Auf Anregung von Dr. Raimund Berg hat die Fraktion bereits zur nächsten Ratssitzung eine Anfrage an den Bürgermeister gestellt, welche die notfallmedizinische Versorgung im Falle des „worst case“ zum Inhalt hat. Die Grünen möchten wissen, auf welche Teile Willichs sich die etwaige Schließung des Katharinen-Hospitals in Fragen der Notfallversorgung (u.a. Fahrtzeiten, Fahrwege) negativ auswirken könnte. Zudem soll die Verwaltung darlegen, wie die notfallmedizinische Versorgung nach der angekündigten Schließung Mitte 2014 sichergestellt wäre.