Die schrecklichen Ereignisse von Fukushima zeigen: Ein schneller Ausstieg aus der Atomenergie ist dringend notwendig – und mit weniger Mehrkosten verbunden als angenommen. Das Risiko einer nuklearen Katastrophe auch in Deutschland ist weit höher, als dies von der Atomlobby und der Schwarz-Gelben Bundesregierung behauptet wurde und die humanitäre Katastrophe wäre enorm. Sie lässt sich nicht wie der (volks-)wirtschaftliche Schaden  in Zahlen wie X % der Wirtschaftsleistung  oder 350 Mrd. Euro ausdrücken.
Ein schneller Ausstieg kann erfolgen, wenn man dies will und bereit ist, die gesellschaftlichen Interessen über die der vier Atomkraftwerksbesitzer zu stellen. Dennoch wird der Verzicht auf alle AKWs erst in 4 bis 6 Jahren möglich sein. Doch schon heute sind 9 von 17 AKWs vom Netz ohne dass das Licht ausgeht. Bis 2015 ist die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten zur Erzeugung regenerativen Stroms um alle AKWs abzuschalten möglich,  wenn man die Wachstumsraten seit 2008 zu Grunde legt.
Schwieriger ist der Ausgleich der Erzeugungsschwankungen, also die Speicherung wenn mal kein Wind weht oder keine Sonne scheint. Doch Deutschland ist ein modernes Industrieland, das für kreative technische Lösungen weltweit bekannt ist. Hier gilt es politisch verlässliche Aussagen zu treffen und entsprechende Anreize zu schaffen. Dann werden Unternehmen Lösungen anbieten, sodass in 5 Jahren  die AKWs und in 30 Jahren Fossile Kraftwerke überflüssig sind.
Übrigens Jeder kann was für den schnellen Ausstieg tun: Wir Grüne beantragen im Willicher Stadtrat, dass die Stadtwerke ab 2012 keinen Atomstrom mehr an ihre Endkunden verkaufen und ihre Investitionen in die Erzeugung regenerativer Stromerzeugung steigern. Das ist nicht nur ökologisch, sondern schafft auch Arbeitsplätze.