Die GRÜNEN wollen die Instandsetzung und Begrünung des Schützenplatzes in Willich

Auf knapp 50.000 Einwohner in der Stadt Willich kommen neun Schützenvereine, wovon zwei Vereine das Schützenfest in Willich organisieren, welches das zweitgrößte am Niederrhein ist. Die Schützen sind ein fester Bestandteil unserer Stadt, insbesondere ihr »Wohnzimmer« – der Schützenplatz. Der Platz ist inzwischen in die Jahre gekommen und bedarf dringender Renovierung. Der unebene Boden macht es beschwerlich, mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen das Schützenfest und andere Veranstaltung zu besuchen.
Daher fordern die GRÜNEN einen einheitlichen und geh- und fahrfreundlichen Bodenbelag. Mit dem Umbau soll zudem der Anteil der Grünflächen erhöht werden, um Vögeln und Insekten weiteren Lebensraum zu bieten. Ruben Wippermann, Stadtjugendsprecher und Mitglied der GRÜNEN Fraktion Willich dazu wörtlich: »Der Schützenplatz gehört zu Willich, wie der Fernsehturm zu Schiefbahn. Jedes Jahr treffen sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf dem Gelände des Schützenplatzes, um dort zu feiern. Es wird Zeit, dass daran jeder teilnehmen kann und zwar ohne Angst zu stürzen.« Wippermann weiter: »Der Schützenplatz sollte im Zuge der Renovierung auch adäquat begrünt werden und keine vollkommene Versieglung erfahren. Gittersteine oder eine wassergebundene Decke wären denkbare Lösungen. Der Antrag der GRÜNEN sieht vor, die Schützenvereine mit in die Planungen einzubeziehen. Ihr »Wohnzimmer« wird renoviert und daher sollten sie bei der beantragten Maßnahme mitbestimmen können.

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Willich beantragt:

die Instandsetzung und Modernisierung des Willicher Schützenplatzes.

Im Rahmen dieser Maßnahme bitten wir, folgende Punkte zu berücksichtigen:

Begründung:

Die Schützengemeinschaften sind ein fester Bestandteil der Willicher Kultur. So veranstaltet zum Beispiel der ASV jährlich ein großes Schützenfest auf dem Willicher Schützenplatz. Nicht nur für unsere Schützen ist dieser Ort eine Heimat. Regelmäßig finden dort auch weitere Veranstaltungen, wie aktuell das Autokino der Stadtwerke Willich, statt. 

Wer sich auf dem Schützenfest umsieht, entdeckt dort verschiedene Bodenarten. Mal Asphalt, mal Stein, mal Schotter, mal Erde oder mal eine Grünfläche, alles auf dem gesamten Platz verteilt. Insbesondere die letzten drei Varianten sind weder seniorenfreundlich noch geeignet für körperlich eingeschränkte Menschen, das trifft auch auf Eltern mit Kinderwagen zu. Der Boden bietet zahlreiche Möglichkeiten, um sich ernsthaft zu verletzen. Wir empfehlen, den Platz für alle Generationen und für alle Menschen problemlos und sicher betretbar umzugestalten. Dabei ist eine vollständige Versiegelung zu vermeiden.

Zwischen den Veranstaltungen liegen teilweise lange Freiräume, in denen der Platz nicht benutzt wird. Schon jetzt sieht man am Rand in den Grünflächen die Vögel und Insekten. Diese Tiere sollte man bestmöglich schützen. Ein grüner Schützenplatz ist innovativ, zukunftsfähig und klimafreundlich. Er hebt nicht nur das Stadtbild an sondern bietet zahlreichen Tieren eine Heimat. Daher soll der Platz auf ein Maximum begrünt und beblüht werden. Dies bedeutet auch, den Schützenplatz mit Gittersteinen auszustatten, oder mit einer wassergebunden Decke auszustatten (analog den Wegen im Schlosspark) haben. Ziel muss es sein, den Schützenplatz nicht komplett zu versiegeln. Die Sicherheit und die Nutzung des Platzes muss dadurch dennoch gegeben werden. Der ein oder andere Baum würde, im Laufe der Jahre, zu dem Schatten spenden.

Da es sich bei dem Schützenplatz, um die Heimat der Schützen handelt, müssen diese in den Umbau mit einbezogen werden. Die Schützen wissen am Besten wo sie etwas brauchen. Zudem ist die Zeit gerade durch die ausgefallenen Schützenfeste günstig um bauliche Maßnahmen durchzuführen und die Maßnahme ist ebenfalls eine konjunkturbelebende Investition, mit der ortsansässige Betriebe beauftragt werden können. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die baulichen Maßnahmen das Schützenfest 2021 nicht gefährden dürfen.

Der Antrag basiert auf Anregung von Ruben Wippermann