Fluglaerm_01RF: Pressemitteilung
Mit Verwunderung hat die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Rat der Stadt Willich registriert, dass Bürgermeister Heyes sich einem Schulterschluss mit den anderen Nachbargemeinden Düsseldorfs ferngehalten hat. Die Städte rund um Düsseldorf organisierten den Widerstand gegen den geplanten Ausbau des drittgrößten deutschen Flughafens. Noch mehr Fluglärm sei den Bürgern rund um den Flughafen nicht zuzumuten, schrieben in einem parteiübergreifenden Zusammenschluss die Oberbürgermeister und Bürgermeister von Essen, Kaarst, Krefeld, Meerbusch, Mülheim, Ratingen und Tönisvorst laut einer Mitteilung der Stadt Mülheim in einem gemeinsamen Brief an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD).

„Wir sind verärgert: Andere Städte kämpfen gemeinsam mit Bürgerinitiativen ihrer Kommunen engagiert gegen mehr Flugbewegungen und für weniger Lärm- und Schadstoffemissionen, die auch den Willicher Raum zunehmend betreffen. Herr Heyes definiert seine Aufgaben und die Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern leider anders.“, stellt Ratsmitglied und Fraktionsgeschäftsführer Manuel Paas dazu fest. Hagen Becker, der wie Manuel Paas im besonders betroffenen Willicher Norden wohnt, fragt sich: „Hat Herr Heyes in der Sache überhaupt mit irgendwem Kontakt gesucht? Die Anrainerkommunen gründen nun eine eigene Arbeitsgruppe, um ihre Interessen im Expansionsprozess des Flughafens fachlich-sachlich adäquat und im Sinne ihrer Bürger ein- und durchzubringen – und Willich steht abseits. Oder sollen die die Arbeit für uns mit erledigen?“. Auch der drohende Wertverlust von durch Fluglärm betroffenen Grundstücken besorgt die GRÜNEN.

Die Fraktion der GRÜNEN erwartet jetzt, dass sich der Bürgermeister dem Rat der Stadt in der Angelegenheit erklärt, er den Kontakt zu den solidarisierten Anrainern Meerbusch, Kaarst, Krefeld und Tönisvorst sucht und sich unmissverständlich die Anliegen der organisierten Bürger Willichs und ihrer Initiativen gegen die Flugroute Modru 4T, mehr Starts und Landungen in Düsseldorf und eine weitere Start- und Landebahn zu eigen macht. Zudem sind die GRÜNEN zuversichtlich, dass sich zumindestens die Willicher Vertreterin in der zuständigen Fluglärmkommission, Cornelia Wingerath (SPD), des Themas aktiv annehmen, Willicher Bürgerinteressen dort vertreten und dementsprechend dazu äußern wird. In der letzten Legislaturperiode war ein solches Verhalten seitens der Willicher Ratsabgesandten nicht wahrnehmbar gewesen.