GRÜNER BLICK – Ausgabe 9 (Spezial zur Bundestagswahl 2021)

GRÜNER BLICK – Ausgabe 9 (Spezial zur Bundestagswahl): Infoschrift der Willicher GRÜNEN
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Ökokisten-Tag

Heike Kelschebach

Jeden Freitag wird unsere Biokiste von einem regionalen Anbieter geliefert. Perfekt zum Wochenende, wenn unser Kühlschrank schon ziemlich leer ist. Dort ist dann viel frisches Gemüse, Obst, Eier, Milch und Brot enthalten. Der Kühlschrank wird gefüllt und ich überlege, welche Mahlzeiten ich in der folgenden Woche zubereiten werde. Manchmal sind Gemüsesorten in der Kiste, die ich gar nicht kenne. Anhand der mitgelieferten Rezepte kann ich mir dann Anregungen holen. Die restlichen Lebensmittel und was wir sonst noch so benötigen, kaufe ich dann in den umliegenden Lebensmittelgeschäften und Discountern.

Aber warum eine Ökokiste, die jede Woche geliefert wird? Ich finde es herrlich praktisch, dass sie nach Hause kommt. Selbst wenn ich im Büro und nicht zuhause bin, kennt der:die Lieferant:in den vereinbarten Ablageort und stellt die Kiste dort ab. Da spare ich mir ein wenig Einkaufsstress, weil ich weiß, dass ich die Artikel in guter Qualität geliefert bekomme.

Das Obst und Gemüse stammt aus regionalem Anbau. Die Sorten variieren je nach Saison. Im Frühjahr gibt es dann eher Spargel und im Winter die verschiedensten Kohlsorten. Der Umfang der Lieferung kann nach Bedarf angepasst werden. So kann man genau die Menge bestellen, die im Haushalt benötigt wird. Da ist man sehr flexibel. Bestellungen für Getränke, Käse, Brot und Fleisch können nach Wunsch hinzufügt werden.
Was ich auch sehr praktisch finde, ist, dass man gar nicht jede Woche beliefert werden muss. Man kann regelmäßig, z. B. wöchentlich oder 14-tägig, bestellen. Wenn ich im Urlaub bin, vereinbare ich eine Lieferpause. Das ist völlig problemlos online oder telefonisch möglich. Reklamationen, die auch mal vorkommen, werden so schnell und unbürokratisch behoben. Für die Lieferung der Waren wird eine kleine Gebühr erhoben, die sich aber im Rahmen hält.

Aber wie stelle ich sicher, dass Bio drin ist, wo Bio draufsteht? Alle Ökokistenbetriebe sind zertifizierte Bio-Händler und werden kontrolliert. Die Biohöfe arbeiten beispielsweise nach den Richtlinien des Anbauverbandes Bioland. Einmal pro Jahr prüfen unabhängige, externe Kontrolleur:innen die Einhaltung der Richtlinien. Im Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft werden dem Boden keine mineralischen Stickstoffdünger, sondern lediglich organische Dünger zugeführt, wodurch eine Nitratbelastung des Grundwassers vermieden wird.
Ich nutze die Ökokiste seit einigen Jahren, bin sehr zufrieden und kann sie weiterempfehlen.