GRÜNER BLICK – Ausgabe 7

GRÜNER BLICK – Ausgabe 7: Infoschrift der Willicher GRÜNEN
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Luftballons – Gefährlich für Tiere

Bernhard Fleischer

Natürlich ist es ein schöner Anblick, wenn Luftballons in den Himmel aufsteigen – doch schon nach kurzer Zeit sind sie unseren Blicken entschwunden. Und was geschieht dann mit den Ballons? Die Reste landen als gefährlicher Müll unkontrolliert in der Umwelt, man findet sie überall! Luftballons fliegen sehr weit, nachgewiesen bis 800 km.
Zu Hochzeiten und anderen Anlässen steigen oft 500 und mehr Ballons. Für die Umwelt eine Katastrophe! Auch die aus Naturkautschuk sind keine Alternative. Diese sind zwar biologisch abbaubar, verrotten aber erst nach Monaten. Kein Tier würde das überleben!
Tiere fressen Ballonreste! So verenden vor allen Dingen Vögel, aber auch Nutztiere, wie Schafe, Ziegen, Kühe und Pferde qualvoll. Ebenso werden Delfine, Wale und Meeresschildkröten häufig Opfer der Überbleibsel. Sie ersticken, sterben an Darmverschluss, verhungern mit vollem Magen. Sie verheddern sich in Ballons und Schnüren und sterben einen langsamen, qualvollen Tod!

In den Niederlanden gibt es schon in 59 Städten ein striktes Verbot, Luftballons im Freien fliegen zu lassen. Alle Willicher Parteien haben einem entsprechenden Verbotsantrag zugestimmt. Aber die Verwaltung sieht leider keine rechtliche Möglichkeit.
Einige Leute meinen: Es sind ja nur ein paar Ballons! Sind 1,4 Milliarden, nur vom größten deutschen Hersteller pro Jahr produziert, wenig? Wir sind uns sicher, dass Menschen, die um die Gefahren für Tiere durch Luftballons wissen, keine mehr steigen lassen.
Bis heute wurden mit finanzieller Unterstützung der Stadt Willich 7.000 Flyer und 80 Poster von uns zu dem Thema verteilt. Schüler unterstützten uns dabei. Das Lise-Meitner-Gymnasium, dort ließ man zur Einschulung immer Luftballons steigen, pflanzt nun zu diesem Anlass einen Baum – eine wunderbare Alternative!

Elita Grafke NABU-Naturtrainerin