GRÜNER BLICK – Ausgabe 4 (Spezial zur Bundestagswahl 2017)


Infoschrift der Willicher GRÜNEN
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Warum Grün? – Umweltschutz, Klima, Energiewende

Christian
Christian

Bild: Energie made in Germany © Fotolia/amanemark

Die politischen Zeiten sind aktuell ziemlich unruhig. Und man hat den Eindruck, es ist mal wieder so weit: Umweltschutz, Klimaschutz, Energiewende – da war mal was, aber alles nicht so dringend. Beschäftigen wir uns wieder mit, wenn Trump von seinen eigenen Leuten geschasst wurde, Erdogan sich in seinem Kalifat gemütlich eingerichtet hat, und die Flüchtlinge auch da bleiben, wo sie herkommen.
Ist es tatsächlich so, dass wir den Klimaschutz und die damit verbundene Energiewende auf Stand-by stellen können? Im Gegenteil! Trump, Erdogan und Putin werden früher oder später wieder verschwunden sein, doch der Klimawandel und die damit verbundenen schwerwiegenden Folgen setzen sich ungehindert und irreversibel fort. Aber der eigene (vermeintliche) finanzielle Vorteil und die eigene Bequemlichkeit sind uns trotz aller Lippenbekenntnisse wichtiger als der Erhalt der Lebensgrundlagen auf unserem Planeten.
2 Grad Unterschied, na und? – Es ist der Unter- schied zwischen Eis und Wasser, zwischen Permafrost und Sumpf, zwischen einer lauen Brise und einem Wirbelsturm, zwischen trockenen oder überschwemmten Ländern und Metropolen, zwischen gesellschaftlicher Ordnung und (Klima-)Flüchtlingsströmen!

Bild: Dieselauto made in Germany
© Fotolia/amanemark

Wir können gerade bei unserer stolzen Automobilindustrie erleben, was das Leugnen der Fakten bedeutet. Jahr(zehnt)elang wussten Firmen und Politik, dass getrickst und betrogen wird bis sich „die Balken biegen“. Doch am Ende kommen auch sie nicht an der Wahrheit vorbei. Statt den Motorschutz über den Gesundheitsschutz zu stellen und Abermilliarden imageschädigend in Strafen wegen Diesel- und sonstiger Manipulationen zu versenken, hätte man das Geld besser in die Entwicklung alternativer Antriebe investiert.
Das tun nun andere. Und statt Arbeitsplätze zu sichern werden diese durch das jahrelange Nichtstun in verantwortungsloser Weise massenhaft gefährdet.
Und auch in der Braunkohlepolitik von SPD und CDU wiederholen sich die gleichen Fehler wie beim Strukturwandel im Ruhrgebiet: viel zu langes Festhalten an auf Dauer nicht haltbaren Strukturen, was den Strukturwandel umso heftiger und unbeherrschbarer ausfallen lässt. Wurde uns nicht immer erzählt, wie konkurrenzlos billig der Atomstrom wäre? Inzwischen tragen die Steuerzahler bis zum „Sanktnimmerleinstag“ die unkalkulierbaren Kosten der Atommüllentsorgung und –lagerung. Nicht anders wird es bei der Braunkohle sein: erst unheimlich günstig, dann werden die Klimaschäden und Landschaftssanierungen vom Steuerzahler übernommen.

Es ist erstaunlich, wie resistent wir gegen Lernerfolge sind! Ohne Verhaltensänderungen eines jeden von uns werden Klimaschutz und die Energiewende aber nicht gehen! Und niemand darf sich darauf herausreden, dass erst mal die anderen anfangen sollen! Stattdessen ist weniger Ängstlichkeit gefragt. Die Rohstoffe Sonnen- und Windenergie werden bis in alle Ewigkeit kostenlos zur Verfügung stehen. Bei intelligenter Gewinnung und Nutzung von Sonnenstrom ist auch das Energiesparen unnötig, da diese Quelle im Überfluss vorhanden ist und ohne Nebenwirkungen auskommt.
Und Geld für die hierfür notwendige Änderung der Infrastruktur liegt in einer Größenordnung von mehreren hundert Milliarden Euro ohne messbare Rendite auf deutschen Sparkonten herum.
Geben wir uns also einen Ruck und starten jetzt mit dem Klimaschutz und der Energiewende durch! Dies geht nur mit dem Original! Die „Klimakanzlerin“ und die Große Koalition haben hier die letzten Jahre kaum etwas weitergebracht.
Geben Sie uns Ihre Stimme bei der kommenden Bundestagswahl – für sich und vor allem für die Lebensverhältnisse Ihrer Kinder und Enkelkinder. DARUM GRÜN!