GRÜNER BLICK – Ausgabe 1


Infoschrift der Willicher GRÜNEN
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Grüne Stadtentwicklung

Christian
Christian

Wahlplakat "Planen" aus dem Jahre 2014. Foto+Gestaltung: Till Matthis Maessen

In der Stadtplanung wurden in den vergangenen Monaten mehrere Verfahren für neue Baugebiete vorangetrieben. Doch trotz der offiziellen Bekundungen aller Ratsfraktionen, für mehr (barrierefreien und kostengünstigen) Geschosswohnungsbau einzutreten, wurden hierbei vorrangig die alten Konzepte der mehrgeschossigen Einfamilienhäuser berücksichtigt. Möglichkeiten für deutlich höhere Anteile für den Geschosswohnungsbau zu Gunsten der Willicher Bürgerinnen und Bürger wurden trotz unserer Einwände beispielsweise in Anrath (alte Versaidag), Wekeln IX (am Friedhof) oder demnächst womöglich im Schiefbahner Dreieck vertan. Wir setzen uns zudem dafür ein, in den Ortslagen die vorhandenen Bebauungsmöglichkeiten durch Anpassung des Baurechts zu verbessern und damit die Flächennutzung langfristig zu optimieren. Dies soll aber nicht, wie aktuell in Willich nördlich der Breiten Straße geplant, dazu führen, dass hochwertige gewachsene Grünflächen für eine Bebauung geopfert werden, was wir aus ökologischen Gründen ablehnen.

Die Erweiterung des Gewerbegebietes Münchheide über die A44 hinaus können wir offensichtlich gegen die Mehrheit der anderen Fraktionen nicht verhindern. Jedoch ist ein neues Gewerbegebiet in Willich Nord bis auf Weiteres vom Tisch, nachdem das in diesem Bereich geplante interkommunale Gewerbegebiet für Willich nun nicht mehr relevant ist.

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Wahlplakat „Energie“ aus dem Jahre 2014. Foto+Gestaltung: Till Matthis Maessen

In der Verkehrsplanung haben wir uns zuletzt gegen teure Kreisverkehrsprojekte (L382 in Schiefbahn, Stahlwerk Becker) eingesetzt, deren Notwendigkeit wir stark bezweifeln und die wir im Falle des Schiefbahner Dreiecks auch als Einstieg in die gemäß vorliegender Verkehrsgutachten ineffektive Nordumgehung durch bisher noch verbliebene Grünzüge ansehen. Statt den in den Ortsteilen vorhandenen Verkehr und damit die Probleme nur auf andere

Straßen zu verlagern, sehen wir nur die Vermeidung von autogebundenem Individualverkehr als wirkliche Lösung der Verkehrsprobleme an. Wir wollendaherdeninnerörtlichenFahrradverkehr sowie den ortsteilverbindenden ÖPNV stärken. Pendlerverkehr soll durch die Schaffung neuer P+R-Möglichkeiten und die Verlängerung der Regiobahn reduziert werden. Nach erfolgreicher Überzeugungsarbeit in Willich zeigt man sich in Mönchengladbach leider ablehnender.. Hinsichtlich der geplanten Kapazitätserweiterung des Düsseldorfer Flughafens und damit zusätzlichen Flugbewegungen insbesondere im Willicher Norden haben wir gemeinsam mit SPD und FDP den Beitritt Willichs zum Aktionsbündnis der betroffenen Nachbargemeinden wie Kaarst und Meerbusch durchgesetzt. Nur so sehen wir die Chance, die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger frühzeitig und wirksam im weiteren Verfahren zu vertreten.

Wir setzen uns weiterhin für eine qualitative Stadtentwicklung ein und wollen andere Fraktionen für entsprechende Mehrheiten gewinnen.